DFG verlängert Förderung der Forschungsgruppe FUNDAM³ENT

FUNDAM³ENT untersucht, wie sich durch Hochgeschwindigkeitsscherschneiden Schnittflächen mit verbesserten Eigenschaften an Blechteilen erzeugen lassen. Langfristig könnten Bauteile wie Zahnräder oder Kettenglieder aus unterschiedlichen Stählen in einem einzigen Prozessschritt gefertigt werden, ohne dass eine aufwendige Nachbearbeitung erforderlich ist. In der ersten Förderperiode zeigte das Forschungsteam, dass höhere Schneidgeschwindigkeiten die geometrische Genauigkeit und die Leistung der Schnittkanten verbessern können. Zudem untersuchte es die Entstehung adiabatischer Scherbänder – schmaler Bereiche, in denen sich der Werkstoff stark verformt. Neben dem Werkstoff und der Schneidgeschwindigkeit erwiesen sich der Spannungszustand im Blech und der Schneidspalt als wichtige Einflussgrößen.
In den kommenden vier Jahren will die Forschungsgruppe diese Zusammenhänge weiter untersuchen und die Übertragung der Ergebnisse auf industrielle Bauteile voranbringen. Dazu betrachtet sie weitere Stähle, unterschiedliche Blechtemperaturen und komplexere Bauteilgeometrien. Ein Kettenglied für eine Flyerkette soll als industrienaher Demonstrator dienen. An der Forschungsgruppe sind neben der TU Dortmund (IUL) auch die TU Chemnitz (WOT, LWW), die TU München (UTG) sowie die Fraunhofer-Institute IWU und IWM/KIT beteiligt. Die Einrichtungen arbeiten über ihre Teilprojekte (TP) hinweg eng zusammen. Sie verbinden ihre Kompetenzen in der Produktionstechnik, Werkstoffwissenschaft und Modellierung. Der regelmäßige Austausch von Ergebnissen und Forschungsdaten hilft ihnen, die Vorgänge beim Schneiden mit den späteren Eigenschaften der Schnittflächen in Beziehung zu setzen.




