Zum Inhalt
Fakultät Maschinenbau

Zwei Ruhr Fellows am IUL

© IUL
Ruhr Fellows Leah Maathey (links) und Madeleine Korver (rechts) vor der 2.000-kN-SMG-Presse des IUL, die für das Kaltmassivumformen eingesetzt wird
© IUL
Abschlusspräsentationen am IUL. Von links nach rechts: Prof. Yannis P. Korkolis, Leah Maathey, Madeleine Korver und Jan Gerlach
Vom 8. Juni bis zum 24. Juli 2026 begrüßte das Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) im Rahmen des Ruhr Fellowship Programms der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) zwei Studierende zu einem Forschungspraktikum: Leah Maathey, Studentin des Umweltingenieurwesens an der Harvard University, und Madeleine Korver, Studentin des Maschinenbaus an der Lehigh University.

Der Austausch begann mit einer einwöchigen akademischen und kulturellen Einführungsveranstaltung an den drei Universitäten der Universitätsallianz Ruhr – der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund. Anschließend wechselten die Studierenden an ihre jeweiligen Gastinstitute. Am IUL arbeiteten beide Studierenden im Rahmen des Sonderforschungsbereichs/Transregio 188 „Schädigungskontrollierte Umformprozesse“. Ihre Projekte befassten sich mit aktuellen Fragestellungen der Werkstoffcharakterisierung, der Modellierung und der Umformtechnik.

Unter der Betreuung von Jan Gerlach untersuchte Leah den Einfluss der zeitabhängigen Erholung auf die elastischen Eigenschaften von Dualphasenstählen. Dabei kombinierte sie experimentelle Untersuchungen mit der Modellierung komplexer nichtlinear-elastischer Materialeigenschaften. Das Projekt bot ihr die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Zusammenspiel experimenteller Beobachtungen und konstitutiver Materialmodelle auseinanderzusetzen.

Madeleine wurde von Niklas Bechler betreut und beschäftigte sich mit dem Kaltmassivumformen von Aluminium sowie dem Einfluss umformbedingter Schädigungen auf die Materialeigenschaften. Ihr Projekt umfasste sowohl numerische als auch experimentelle Arbeiten. Dadurch konnte sie praktische Erfahrungen in der Umformtechnik und Werkstoffprüfung sammeln sowie mit Finite-Elemente-Simulationen arbeiten.

Wir freuen uns sehr, engagierte und talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt am IUL begrüßen zu dürfen. Im Rahmen des Ruhr Fellowship Programms konnten wir in den vergangenen 3 Jahren bereits 6 Studierende von US-amerikanischen Universitäten bei uns willkommen heißen. Darüber hinaus durften wir im gleichen Zeitraum zahlreiche weitere Gaststudierende und Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus verschiedenen Ländern – darunter Japan, China, die Türkei, Algerien und Frankreich – am IUL begrüßen. Neben dem fachlichen Austausch bereichert insbesondere die Begegnung mit unterschiedlichen Kulturen alle Beteiligten und trägt zu einem lebendigen internationalen Forschungsumfeld bei.